8 Tage Paris im April 2025

Klassisch haben wir von Stuttgart den TGV genommen. Für die Ruckfahrt hatten wir einen ICE gewählt, da es uns einfach zeitlich besser gepasst hat. Von Stuttgart bzw. von ganz Deutschland aus wird immer der Ost- oder Nordbahnhof in Paris angefahren. So sind wir nach der Ankunft ein wenig nah dem Ostbahnhof rumgelaufen, und haben einen Kaffee getrunken. Dann haben wir uns am Bahnhof Wochentickets für den öffentlichen Verkehr in Paris besorgt. Diese Tickets gelten blöderweise immer nur von Montag bis Sonntag. D.h. am Mittwoch angekommen, konnten wir Tickets dennoch nur bis Sonntag nutzen. Und für die Tage danach haben wir uns nach Bedarf noch Einzeltickets gekauft. Die Internetseiten über den Pariser ÖPNV sagen, man braucht ein Passbild für das Wochenticket. Also haben wir schnell an einem Automaten welche gemacht. Bei der Ausstellung am Schalter drückte man uns lediglich die Rohlinge in die Hand, um das Einkleben der Bilder selbst vorzunehmen. Ob man dann was aufklebt ist völlig irrelevant, den an den Stationen wird ja nur das Ticket gescannt, niemals schaut jemand auf das Bild. War saso total unnötig extra Bilder dafür zu machen.
Vom Ostbahnhof war es nur wenige Stationen mit der Metro und ein Stück laufen bis zu unserem Airbnb. Wie wir wussten, war die kleine Wohnung im 6. Stock eines Gebäudes ohne Aufzug. Von einer solchen Situation liest man oft in den Anzeigen. Und dieses Airbnb war nur als Zimmer angegeben. D.h. wir hatten auch nur einen kleinen Raum, plus ein kleines Bad.  Der Raum war quasi komplett gefühlt mit der Schlafcouch, der Küchenzeile mit zwei Stühlen und einem Kleiderschrank. Also schon etwas beengt, aber die zentrumsnahe Lage und der Preis war in dem Fall ausschlaggebend. Wie üblich sind wir nach dem Einchecken erstmal Einkaufen gegangen. Danach haben wir gleich das Ticket für Bus und Bahn genutzt und sind rumgefahren. Interessanterweise hat es uns direkt zu wesentlichen Sehenswürdigkeiten geführt. So sind wir auf der Champs Elyse gelandet und sind diese entlang gelaufen bis zum Arc de Triumph. Von dort aus sind wir mit dem Bus weiter in die Nähe des Eifelturms gefahren, als Abschluss des ersten Tages.
Am zweiten Tag sind wir auf den Montmartre gegangen, auf dem die Basilika Sacré-Coeur steht. Wie bereits beim Arc de Triumph und Eifelturm ist auch bei der Kirche nicht drin, mal eben rein zu schauen. Die Warteschlangen sind enorm lang. Und ggf. ist es noch nötig ein Ticket vorab zu buchen. Aber zumindest kann man auf dem Berg eine schöne Aussicht über Paris genießen. Weiter sind wir dort über einen Künstler Markt gelaufen. Hier haben eine Menge Künstler Bilder gemalt. Und viele Leute, darunter Kinder, haben ein Portrait von sich machen lassen. Nachdem wir dann wieder runter gelaufen sind haben wir etwas zum Kaffee trinken gesucht. Dabei haben wir einen interessanten Laden gefunden. Eine Kombination aus Bio-Lebensmittelgeschäft, Fleischerei und Kaffee. Man konnte also einkaufen und auch draußen sitzen zum Essen und Trinken.
Am Abend hatten wir Lust auszugehen. Ilka hat nach Locations gesucht in den lt. Google bzw. einer Pariser Internetseite Rockmusik gespielt wird. Es standen dann drei Dinge zur Wahl, falls es uns irgendwo nicht gefallen sollte. Direkt bei der ersten Location wurden wir enttäuscht, da an dem Abend eine Salsa Veranstaltung stattfand. So sind wir weiter zur nächsten Location, die allerdings geschlossen war. Ob nur an diesem Tag oder dauerhaft war nicht ersichtlich. Und an dem Ort des dritten Ladens war gar nichts zu finden. Irgendwie nicht unser Abend dachten wir und waren schon auf dem Rückweg, als wir dann zufällig an einer Kneipe bzw. Club vorbeikamen, in der brauchbare Musik lief. Zwar war nicht viel los, und der DJ war eher unprofessionell, aber war auch alles egal für einen Donnerstagabend.
Für den dritten Tag haben wir uns zunächst den Besuch des Museums von Rodin ausgesucht. Dort sind im Wesentlichen Skulpturen des Künstlers Auguste Rodin ausgestellt. Meist sind dies Staturen von Menschen oder Tieren, zum Teil nur Köpfe. Am imposantesten fand ich das Höllentor, ein Tor das viele Figuren enthält, die teilweise auch als Einzelkunstwerke zu sehen sind. Danach bin ich noch an der Seine entlanggelaufen. Bis ich einen seitlichen Kanal entdeckte, der in die Richtung zurück zur Unterkunft führte. Wie sich zeigte, wird dieser Kanal als Parkplatz für Boote genutzt. D.h. entlang des ganzen Kanals lagen beidseitig und teilweise in mehreren Reihen kleine bis mittelgroße Boote. Der Kanal führte bis zum Place de la Bastille, von dort bin ich mit U-Bahn und zu Fuß schnell wieder bei der Unterkunft gewesen. Das Zentrum von Paris ist gar nicht so riesig, wie ich vorher dachte.
Am nächsten Tag – welcher auch Ilkas Geburtstag war – sind wir zur Kathedrale Notre-Dame gegangen. Wie zu erwarten, war auch dort die Schlange am Eingang lang. Der Eintritt ist dort tatsächlich frei. Dennoch kann man Tickets buchen und dann zu einem separaten Eingang gehen. Da aber gerade Ostern war, gab es diese Möglichkeit nicht. Zum Glück ging es in der Schlange relativ schnell voran, so dass wir nach einer halben Stunde drin waren. Die Kathedrale ist meiner Meinung nach im Inneren eher schlicht gehalten. Die Decken und Säulen sind meist glatt, dann gibt es viele Kapellen, in denen Gemälde hängen und die Fenster aus Mosaiken bestehen, und der Altar ist eigentlich unspektakulär. Für die Schatzkammer wird ein Eintritt verlangt. Am Abend haben wir eine Location besucht, bei der wir sicher waren, dass ein Konzert stattfindet. Es haben zwei Bands gespielt. Die erste in die Richtung Metalcore und die zweite Alternative. Das zweite Konzert war sehr abrupt zu Ende, und man wurde direkt gebeten den Raum zu verlassen. Der Abend ging zunächst in der eigentlichen Kneipe weiter. Und irgendwo war zu lesen, dass es später als Club weiterläuft. Wir sind aber nicht allzu lange geblieben.
Der fünfte Tag war wie ein Wandertag. Wir sind also mehr ungeplant viel gelaufen. Zunächst bin ich morgens etwas allein durch das Viertel gelaufen, in dem wir wohnten. Im Prinzip einfach durch die Straßen, bis zum Place de la République und wieder zurück. Später sind wir dann erst mit dem Bus zum Bahnhof Gare de Lyon gefahren und von dort sind wir weiter zu einem interessanten Ort namens „Ground Control“ gelaufen. Es besteht aus einem Innen- und Außenbereich, wo es hauptsächlich ausgefallenes Essen geben soll. Allerdings empfanden wir das Angebot eher als normal. Also die Halle und der Außenbereich ist schön gestaltet. Aber wegen des Essens hat sich der Besuch nicht gelohnt. Auf dem Rückweg sind wir direkt vor dem Grond Control auf den Parkwanderweg „Coulée verte René-Dumont“ gestoßen, der sich über insgesamt 4,5 km durch Paris zieht. Wir sind zumindest einen Kilometer entlang des schönen Wegs gelaufen, zurück bis zu dessen Anfang.   
Auch am sechsten Tag sind wir wieder viel gelaufen. Als erstes war unser Zeil das Einkaufzentrum „Centre Georges Pompidou“, welches wir auch gerne von innen gesehen hätten. Nur ging es am Eingang so langsam voran, dass wir nicht so viel Zeit mit Warten verbringen wollten. Wir haben uns in der Nähe noch den Strawinski-Brunnen (von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely) angesehen und haben kurz eine Kirche besichtigt. Dadurch, dass dort ein Bild von Papst Franziskus aufgestellt war, haben wir von seinem Tod erfahren. Dann sind wir mit dem Bus zum Place d‘italie gefahren und haben uns dort etwas die Gegend angeschaut. An einem Einkaufszentrum war außen IKEA angeschrieben, aber leider war der noch nicht eröffnet. Sonst hätten wir im Restaurant was Essen und Trinken können.
Am siebten und quasi Letzen Tag in Paris haben wir uns nur noch vorgenommen das Hochhaus „Tour Montparnasse“ zu besuchen. Von der Aussichtsplattform im 56 Stockwerk des Gebäudes hat man einen tollen Blick über die Stadt. Aber ausgerechnet an diesen Tag war das Gebäude geschlossen. Einen Grund dafür haben wir nicht herausgefunden. Leider konnten wir nun nicht mehr an einem anderen Tag wiederkommen. Schade natürlich, aber andererseits können wir uns den Besuch dieser Attraktion für den nächsten Urlaub in Paris aufheben. Am Abend haben wir uns für die Abreise vorbreitet und die Unterkunft sauber gemacht. Und so bestand der achte Tag unseres Urlaubs nur noch aus Frühstücken und der Rückreise nach Stuttgart.

Weihnachtsurlaub auf Sizilien, Teil 2 – Catania

Mit dem Bus sind wir ca. zweieinhalb Stunden von Palermo bis Catania gefahren. Unterwegs sind einige bergige Landschaften zu sehen. Am Hauptbahnhof angekommen war es unübersichtlich, den richtigen Bus in die Stadt zu finden. Fahrpläne hängen nicht aus, und mit Glück steht am Bussteig welcher Bus fährt. Der Bus den wir dann genommen hatten, ist irgendwann nicht mehr der Route nach Google gefolgt. So sind wir etwas panisch unterwegs ausgestiegen. Einfach weiterfahren wäre ggf. besser gewesen. Wir haben uns dann nach einem Bus durchgefragt, mussten nochmal umsteigen, was mit einer Wartezeit verbunden war, und sind zum Schluss noch ein Stück gelaufen. Dann sind wir endlich am Airbnb angekommen.
Es ist ja nicht so, dass wir immer was zu meckern haben. Aber auch in Catania hat die Wohnung ein paar Nachteile oder ähnliches. Da sie nur wenig Fenster hat, ist sie sehr dunkel. Der Ofen funktioniert nicht und die Toilettenspülung ist zu schwach. Wasserdruck scheint auf der Insel ein generelles Problem zu sein, denn anscheinend haben alle Häuser – wie auch dieses – entsprechenden Pumpen. Heizen tut man in der Wohnung mit der Klimaanlage. Da diese aber wie üblich unter der Decke hängt, ist dies sehr ineffizient.
In Catania haben wir ähnlich wie in Palermo die Stadt zu Fuß erkundet. Nur dass hier unsere Unterkunft nicht so zentral lag. Also sind wir eigentlich jeden Tag erstmal in die gleiche Richtung gelaufen, um zum Zentrum zu gelangen. Auch hier liegt zentral eine lange gerade Fußgängerzone mit Shops, Restaurants und Cafés. Am Ende der Straße befindet sich der so genannte Domplatz „Piazza del Duomo“. Dort steht auch die Kathedrale von Catania. Rund um diese zentrale Fußgängerzone liegen jede Menge Gassen, in denen sich weitere Geschäfte, Cafés und Lokale befinden. Genauso findet man wieder an einigen Stellen Kirchen. Abseits des Zentrums sind die Straßen allerdings schon etwas dreckig. Besonders dadurch, dass die Leute Ihren Müll – meist in Tüten – an die Straße legen, oder auch aus oberen Stockwerken an Seilen herunterhängen lassen. An manchen Straßenecken haben sich auch Müllsammelstellen ergeben, an denen gleich ganze Berge von Mülltüten angehäuft werden. Uns ist nichts aufgefallen, aber anscheinend werden durch eine Art Müllabfuhr die ganzen Tüten eingesammelt. Auch etwas unangenehm fanden wir, dass in manchen engen Gassen mit sehr schmalen Bürgersteigen oder ohne solche, dennoch ein reger Autoverkehr herrscht. Also mussten wir hin und wieder sehr vorsichtig und eng an Häusern laufen. Und noch ein letzter Kritikpunkt: es liegt eine große Menge an Hundekot in den Straßen. Dies war auch teilweise in Palermo der Fall.
Unsere Highlights in Catania waren folgende. An Sylvester haben wir eine Konzert Veranstaltung auf dem Domplatz besucht. Die Musik war komplett italienisch, und man erkannte, dass es zum Teil Schlager waren. Als wir ankamen, war der Platz bereits voll und die Polizei hatte abgesperrt. Es wurden nur noch wenig Leute rein gelassen. Wir wurden zum Glück auch noch durch gewunken, da wir die Kinder dabeihatten. Als wir vor Mitternacht wieder an unserer Unterkunft angekommen waren, hatten Leute in der Straße eine ganze Reihe von Feuerwerks-Batterien aufgestellt, ca. 15 Stück. Ab zwölf wurden die dann nacheinander gezündet, so dass für einige Minuten eine heftige Geräuschkulisse herrschte. Von der Stadt aus hatte man an erhöhten Stellen eine Schöne Sicht auf den Ätna. Man sah auch Rauchwolken nach oben steigen. Natürlich haben wir überlegt hinzufahren. Es war aber aufgrund der Fahrzeiten der Busse nur möglich, eine Tagestour zu machen, was uns aufgrund der Temperaturen zu viel war. Man wäre den ganzen Tag dort gewesen, um eine kleine Wanderung zu machen. Alternativ ist quasi der komplette Aufstieg möglich, was nur erfahrenen Leuten empfohlen wird. An einem Nachmittag sind wir zum Strand gelaufen, was eine knappe Stunde dauerte. Es war zwar sonnig und hatte immerhin 15 – 20 Grad, aber durch etwas Wind hatte es sich sehr kalt angefühlt. Ilkas Kinder haben sich kurz in Wasser getraut. Ihnen war danach natürlich sofort kalt. Ich habe nur mal die Füße reingehalten. Nach Sonnenuntergang ist es direkt noch kühler geworden, also sind wir dann auch gegangen. Zum Schluss unseres Aufenthalts waren wir noch auf einer Aussichtsplattform einer Kirche am Domplatz. Dort hatte man eine schöne Rundumsicht über die Stadt, einen Teil vom Hafen, und wieder bis zum Ätna.
Für die frühe Fahrt zum Flughafen hat uns die Vermieterin ein Taxi gebucht. Es war kein offizielles Taxi, sondern wohl nur ein Bekannter, der solche Fahrten macht. Und er kam mit einem Fiat Panda, obwohl klar war, dass wir zu viert sind und Gepäck haben. In den Kofferraum passten nur ein Koffer und ein Rucksack. Also saß ich mit einem Rucksack vorne, die Kids und Ilka mussten sich mit dem zweiten Koffer und zwei Rucksäcken auf die Rückbank quetschen. Naja, wir sind am Flughafen angekommen, und im Flieger hatten wir noch Glück. Eigentlich hätten Ilka und ich getrennte Sitzplätze gehabt, weil wir die Reservierung gespart hatten. Da aber genug Plätze frei waren konnten wir zusammensitzen. Ein schöner Abschluss.

Weihnachtsurlaub auf Sizilien, Teil 1 – Palermo

Ohman, solang hat’s wohl noch nie gedauert. Eineinhalb Monate nachdem der Urlaub auf Sizilien schon vorbei ist, komm ich dazu, den Blogartikel zu schreiben. Übrigens mein erster Auslands-Urlaub über die Feiertage. Ich versuch‘s kurz zu halten, obwohl wir in zwei Wochen auf Sizilien eine Menge Dinge gesehen und erlebt haben.
Mit dem Regio sind wir direkt am Freitag nach Beginn der Weihnachtsfeien nach Nürnberg gefahren, da von dort am Samstag der Flieger nach Palermo ging. Ein überfüllter Zug, aber wir hatten zum Glück einen Viererplatz beim Start in Stuttgart bekommen.  Für die eine Nacht in Nürnberg hatten wir ein kleines günstiges Doppelzimmer gebucht und Ilkas Kinder unbemerkt mitgenommen. Schwäbisch würde ich sagen :D. Als wir in Palermo gelandet sind, war es zunächst regnerisch. Es wurde später besser und am nächsten Tag schien die Sonne. Allerdings war es im Verlauf der Woche wieder meist wolkig und teilweise windig und / oder regnerisch. Die Temperatur betrug zwischen 12 und 15 Grad.
Erstmal ein paar Worte zu unserem Airbnb dort, da es in einem Punkt etwas abenteuerlich ist.  Als Ilka am ersten Abend duschen war, ist plötzlich der Strom ausgefallen und aus der Dusche kam kaum noch Wasser. Nachdem wir uns gesammelt hatten, haben wir in der Wohnung ein Zettel gefunden, auf dem beschrieben steht, dass dies passiert, wenn zu viele Lichter und Geräte gleichzeitig an sind. Dann muss man beim Eingang des Hauses im EG eine Sicherung wieder einschalten. Mit dem Strom ist auch die Pumpe für das Wasser gekoppelt. Da es im Dezember dort recht kalt ist, entsteht das Problem des zu hohen Stromverbrauchs dann, wenn man zwei Heiz-Radiatoren laufen hat und ein weiterer großer Verbraucher – wie der Wasserkocher – hinzukommt. Als wir dies nach dem dritten Stromausfall wussten, ist es uns danach nicht mehr passiert.
Nachdem wir in der Wohnung angekommen waren, sind wir erstmal einkaufen gegangen. Am Abend liefen wir etwas durch die Straßen in der Umgebung. Ganz in der Nähe war eine lange gerade Fußgängerzone mit Shopping und Restaurants. Entweder ist dort immer viel los von mittags bis in die Nacht hinein, oder es war, weil es gerade kurz vor Weihnachten war und zudem noch Wochenende. Auf der langen Straße liegt auch eine Kreuzung namens „Quattro Canti“. Die Häuser an den vier Ecken sind nach innen gewölbt, wodurch die Kreuzung zu einem kleinen kreisförmigen Platz wird. Auf diese Hauswände wurden um Weihnachten rum jeden Abend bunte Muster projiziert, und teilweise hat dort jemand etwas Musik gespielt.
Wie wir vor Ort festgestellt hatten, liegt die Unterkunft sehr zentral in der Altstadt. Diese wird in vier Bezirke unterteilt, die in sich nicht besonders groß sind, so dass man zu Fuß die Bereiche fast komplett ablaufen kann. So sind wir über die Tage in alle Richtungen – Ost West Süd Nord – unterwegs gewesen. Haben uns jeweils die Straßen angeschaut, sind am Wasser, am Yacht-Hafen und an der Kathedrale gewesen, haben eins zwei Mal in eine Kirche reingeschaut, und ein Kunst Museum besucht. Highlight war – gegen Ende der Zeit dort – die Besichtigung einer Gruft, die von einem Kapuziner-Orden geführt wurde. Dort sind ca. 800 mumifizierte Leichen aufgebahrt. Kann man unter folgenden Link nachlesen.
https://www.catacombefraticappuccini.com/en/
Den Heilig Abend haben wir also im Palermo verbracht. Als kulinarischen Leckerbissen hatte ich die typisch sizilianischen Arancini besorgt. Die sind Reisbällchen, die es mit diversen Füllungen gibt. Die gefüllten Teile werden paniert und dann in einem Offen gebacken. Wir hatten welche mit Fleisch, Spinat & Käse, Pesto und Aubergine.

8 Tage in Lissabon – Teil 2

Tag 4: Am Montag sind wir mit dem Bus zum Strand am Rande Lissabons gefahren. Genau genommen liegt der Strand sogar gerade nicht mehr in Lissabon. Ende Oktober ist das Wetter tatsächlich gar nicht mehr so warm dort, zudem war es etwas windig. Daher war nicht viel los am Strand. Das Wasser war auch schon kalt, wodurch ich nur einmal kurz schwimmen war. Danach sind wir noch etwas durch die Stadt in der Gegend vom Strand gelaufen, und haben in einen einheimischen Imbiss zu Abend gegessen. Da das Personal dort kein Englisch gesprochen hat, hat uns glücklicherweise ein anderer Gast beim Bestellen geholfen. Der Kellner hat uns, ohne dass man sich verstand, sehr freundlich bedient. Da wir seine Fragen nicht beantworten konnten, hat er witzig abgewunken, und uns sozusagen intuitiv das richtige gebracht. Hat Spaß gemacht, so ein bisschen lost zu sein.

Tag 5: Am Dienstag haben wir uns einen Tag der Ruhe gegönnt, d.h. einfach viel ausgeruht. Am Nachmittag sind wir nur noch mal in die Innenstadt gelaufen, um dort in entsprechenden Geschäften nach einem Kopfhörer für Ilka zu suchen. In zwei Läden haben wir uns auch welche angeschaut. Haben uns dann aber dagegen entschieden, für ca. 100 € einen im Ausland zu kaufen. Da man den Kopfhörer in Deutschland für gleiches Geld bekommt, braucht man nicht ein entsprechendes Risiko einzugehen.

Tag 6: Heute haben wir den Stadtteil Belem besichtigt, da dieser im Reiseführer als ein Viertel mit besonderer Architektur beschrieben wird. Tatsächlich hatte ich mehr Gebäude erwartet die entsprechend schön anzuschauen sind. Es gibt eigentlich nur die wichtigen Gebäude wie der Palast, das Kloster, das Stadttor und eine paar wenige weitere zu sehen. Daneben das Monument am Fluss, welches erst 1960 errichtet wurde, zu Ehren portugiesischer Landsleute, die an Dingen wie Entdeckungen o.ä. beteiligt waren. Danach sind wir noch etwas umhergelaufen und haben ein Kaffee getrunken und endlich von diesen bekannten Puddingtörtchen probiert. Schmeckt auch ganz lecker. Abends sind noch in einer kleinen witzigen Bar was trinken gewesen, die sogar sehr günstig war. Für eine Cola, ein Glas Wein und ein Schälchen mit Oliven zahlte ich gerade mal 5,50 €.

Tag 7: Am Donnerstag vor der Rückreise haben wir uns nur noch vorgenommen die Burgruine Castelo de São Jorge zu besichtigen. Diese liegt auf einer Anhöhe und war zu Fuß schnell von der Unterkunft zu erreichen. Das Beste waren die tollen Aussichten über die Stadt in alle Richtungen. Gegen Abend konnten wir auch den Sonnenuntergang genießen. Als wir dann im Dunkeln am Gehen waren, wurde eine Seite der Ruine mit einem schönen blauen Licht angeleuchtet. Hier durch entstand der Eindruck als wäre diese Wand aus Glas.

Tag 8: Nach dem Check-out um Punkt 12 konnten wir Koffer und Rucksäcke noch in der Unterkunft lassen, bis wir zweieinhalb Stunden später zum Flughafen gefahren sind. Auf der Suche nach einem Café sind wir an einem Atelier vorbeigekommen und haben ein paar Minuten mit einer Künstlerin gesprochen. Witzigerweise hat sie erzählt, dass Verwandte von ihr wie Ilkas Eltern in Offenburg wohnen. Auf ihre Empfehlung hin, waren wir dann noch in einem Café ganz in der Nähe unsere Unterkunft. Dort habe ich vor dem Rückflug eine Zeit lang Notizen für den Blog gemacht.

8 Tage in Lissabon – Teil 1

Nach dem Festivalbesuch im Sommer verbrachten Ilka und ich im Oktober unseren ersten gemeinsamer Urlaub. Also Urlaub im Sinne von ins Ausland fliegen. Da Ilkas Kinder in die Schule gehen, fallen unsere Urlaube logischerweise auf die Ferien. Für die Herbstferien hatten wir uns für Lissabon entschieden. Wir waren beide noch nicht dort. In diesem Urlaub sind die Kinder bei Ilkas Eltern geblieben. Unsere Erlebnisse habe ich hier tageweise zusammengefasst. Zunächst also die Tage 1 – 4.

Tag 1: Von Stuttgart ging also der Flieger nach Lissabon, vom Flughafen haben wir Metro und Bus bis zur Airbnb-Unterkunft genommen. Nachdem wir erstmal einkaufen waren, sind wir einfach Richtung Altstadt gelaufen. Nicht weit von unserer Unterkunft, die oberhalb der Innenstadt lag, war ein Aussichtpunkt mit Blick über die Stadt. Auf dem Weg nach unten sind wir an der Kathedrale von Lissabon vorbeigekommen. Meiner Meinung nach gar nicht so beeindruckend wie andere Kathedralen. Von dort sind wir durch den Stadtteil Alfama weiter bis zum Fluss Teo gelaufen. Ein Stück liefen wir am Fluss entlang und erreichten dann das Tor zum Stadtteil Baixa. Wohl das touristischste Viertel von Lissabon.

Tag 2: Ziel an dem Tag war es den Time-Out-Market zu besuchen, da dieser im Reiseführer als gute Möglichkeit zum Mittagessen empfohlen wird. Aufgebaut ist dieser in zwei Teilen. Einerseits der reine Markt auf dem es frische Waren wie Gemüse usw. zu kaufen gibt. Der andere Teil besteht aus den Ständen für Essen und Trinken, an denen es mehr und weiniger typisch regionale Dinge gibt. Dieser Bereich war allerdings komplett voll mit Menschen, wodurch es sehr laut war und zusätzlich lief Musik. Es war also eigentlich ungemütlich, um in Ruhe was zu essen. Aber ausprobiert hab wir es trotzdem. Wohl durch den hohen Andrang, sind die Preise auch nicht gerade günstig. Nach dem Essen sind wir noch etwas im Stadtteil Bairro Alto rumgelaufen. Dieses Viertel ist bekannt für seine Party-Szene. Wir sind an einer Bar vorbeigekommen, die dem Mos Eisley in Stuttgart ähnelt, da sie zwei Stockwerke hat und wir erfahren haben, das abends Elektro Musik läuft. Gleich in der Nähe sind wir noch auf die Pink Street gestoßen. Tatsächlich eine Straße mit pinkem Boden, in der es eine Bar neben der anderen gibt. Abends sind wir dann in die besagte Bar namens collect gegangen. Es haben sogar auf beiden Stockwerken DJs gespielt. Da dort aber keine Stimmung aufkam, sind wir nach einem Drink weiter in den höher liegenden Bereich des Viertels gelaufen. Hier sind in ein paar Straßen wieder eine Menge Bars aneinandergereiht. Wir sind dann durch drei solcher Läden gezogen, in denen seltsamerweise immer ähnliche Musik lief. Die erste Bar wir im Coyote Ugly Stil. Sprich Bedienungen tanzten zeitweise auf der Theke, und wer wollte bekam einen Shot in den Mund gekippt. Und nach zwei weiteren Bars, haben wir zum Schluss noch in einen Irish Pub geschaut, in dem Karaoke gesungen wurde.

Tag 3: Nach dem Abend im Party-Viertel haben wir lang geschlafen. Dann sind wir in ein benachbartes und weniger touristisches Viertel gelaufen. Dort haben wir nachmittags entspannt in einem Cafe gesessen, bei Kaffee und Kuchen. Auf dem Rückweg haben wir uns noch eine Kirche angeschaut. Es war also ein sehr ruhiger Sonntag.

OpenFlair Festival 2024

Da ich bzw. wir zuletzt auf dem Open Flair Festival in Eschwege gewesen sind, will ich einen Beitrag dazu einstreuen. Auf dem Festival war ich bereits in den Jahren 2018, 2021 und 2023, wodurch ich es schon gut kenne. Allerdings habe ich dieses Mal auf dem Festival-Campingplatz gezeltet und nicht auf einem außerhalb in Eschwege. Dies hatte ich bisher immer alleine so gemacht, und mit wir ist nun gemeint, dass ich zusammen mit meiner Freundin Ilka zum Festival gefahren bin. Mit zwei Personen kommt natürlich mehr Gepäck zusammen, und daher war die gewohnte Packerei etwas aufwendiger
Da wir auf jeden Fall mit dem Auto auf dem Campingplatz wollten, sind wir bereits am Dienstag angereist. Denn auf der Homepage steht, dass die Kapazität dafür bereits am Mittwoch erschöpft ist. Leider machen dies natürlich einige Leute, wodurch wir ganze 5 Stunden durch den Stop&Go-Stau auf der Zufahrt zum Campingplatz gebraucht haben. Entsprechend der Anweisung durch das Personal hatten wir dann einen Platz direkt neben einem Durchfahrtsweg bekommen. Dadurch hatte man immer den entsprechenden Verkehr von anreisenden Autos und Fußgängern, sowie den von Anderen während des Festivals. War aber auch witzig die Leute beobachten zu können, manchmal dachte ich mir: ´nur Verrückte hier´ ;). Zudem war auch eine Zapfstelle für Wasser gegenüber am Weg aufgestellt. Easy für uns und wiederum Leute am Start. Wie üblich setzt bei mir Entspannung ein, wenn Zelt und Pavillon aufgebaut sind, man sich hinsetzt, und sagen kann: „OK, angekommen“. Auf dem Open Flair kam es mir so vor, dass die Leute beim Camping sehr eng aneinander gepackt werden, zumindest in den Bereichen mit Autos, Campern und Wohnmobilen.
Wie man es kennt, bringen einige Leute bzw. Gruppen verschieden große Musik-Anlagen mit, teilweise inkl. Stromgeneratoren. Aber mit der großen Menge hier, hatte ich nicht gerechnet. Ergo wurde man quasi permanent über den Tag von mehreren Seiten entsprechend beschallt. Zum Glück gab es die Beschränkung, die Musik nur bis ca. 2 Uhr nachts zu betreiben. Da wir fast immer vorher im Zelt lagen, war Einschlafen – besonders in der ersten Nacht – schwer.
Am Mittwoch sind wir erstmal zum See, der an Eschwege und am Festival liegt, schwimmen gegangen. Mittags hat das Programm auf zwei Bühnen gestartet. Wir sind am Nachmittag zur Seebühne, um Monsters of Liedermaching zu sehen. Die haben diesmal nur 2- oder 3-mal in Pausen gegenüber der eigentlichen Bühne gespielt. Abschließend haben wir abends noch Madsen dort gesehen. Da inzwischen so viele Bands spielen, die ich nicht kenne, weil ich das aktuelle Geschehen in den Genres nicht verfolge, erwähne ich hier fast nur mir bekannte Namen. Und selbst bei diesen war teilweise für mich überraschende Musik dabei. Die Seebühne war am Mittwoch gut besucht, da es sonst nur den Elektrogarten gab. Hier haben wir nur kurz reingeschaut. Der war auch sehr voll, da ein Act namens Drunken Masters gespielt hat, zu dem eine Menge junge Leute gegangen sind. Die zweite Nacht im Zelt lief etwas besser, aber es war ständig zu wenig Schlaf für uns. Daher waren die Tage auch immer etwas anstrengend, aber durch den Spaß hält man irgendwie durch. Geholfen hat auch, das ich bei so was inzwischen weniger Alkohol trinke.
Am Donnertag waren dann die restlichen Bühnen, außer die zwei Hauptbühnen, geöffnet. Also waren wir zunächst wieder auf der Seebühne, danach haben wir den Comedian Florian Schröder im Kleinkunstzelt gesehen. Dann sind wir auf der Hofbühne und im E-Werk gewesen, und abschließend noch bei Torsten Kanzler im Elektrogarten. Dieser hat etwas melodischer gespielt, als ich es gewohnt war von ihm. Hab ihn auch länger nicht gehört.
Freitag sind wir erst abends zum Gelände mit den Hauptbühnen und haben dort Feine Sahne Fischfilet und natürlich Deichkind gesehen. Parallel zu Deichkind hat auf der Seebühne J.B.O. gespielt, daher sind die für uns ausgefallen. Zum Schluss war noch Massendefekt auf der 2. Bühne, die schönen Punkrock gespielt haben, was Ilka und mir ja besonders gefällt.
Samstag haben wir mittags mit zwei Bands auf der 2. Bühne – auch Freibühne genannt – begonnen. Sind dann einkaufen gewesen, und waren abends bei Beatsteaks. Hier kannte ich ehrlich gesagt nur den Namen. Die Tracks fand ich dann doch nicht so gut. Klang für mich nach massentauglicher Gitarrenmusik. Geschmackssache eben. Nach einer guten Band (Dritte Wahl) auf der Freibühne kam Alligatoah. Überraschend ist er in seinem Stil härter geworden, soll heißen die aktuellen Sachen enthalten mehr Gitarrensound, und er schreit manche Texte eher. Er hat natürlich neue und alte Dinger gespielt, so dass bei den Hits wieder alle abgehen konnten. Auf der Elektrobühne hat noch Marky gespielt, dafür waren wir dann allerdings zu müde.
Sonntag kam ein persönliches Highlight im Kleinkunstzelt: Reis against the Spülmaschine. Die zwei Jungs machen witzige deutsche Texte auf bekannte Melodien. Und Sie haben eine mega Stimmung gemacht. Direkt anschließend kam im Zelt der Comedian Jan Phillip Zymny, den Ilka unbedingt sehen wollte. Ein sehr witziger Kerl. Abends sind wir zu Nina Chuba und dem Abschluss Rise Against. Auch von denen kannte ich die Inhalte nicht im Detail. Wie erwartet haben sie etwas härtere Gitarrenmusik gespielt, was mir aber teilweise zu schnell war. Also für mich nicht unbedingt der Headliner des Festivals, aber liegt dann auch am Bekanntheitsgrad.
Montag haben wir quasi nur noch abgebaut und sind zurückgefahren. Ilka entdeckte bei der Müllabgabe noch ein Zelt mit Foodsharing. Das habe ich so noch nicht an einem Festival gesehen, aber natürlich sinnvoll, dass man ungebrauchte Lebensmittel für andere zum Mitnehmen hergibt. Hier haben wir auch Sachen mitgenommen, von denen wir noch ein paar Tage danach essen konnten. Ein guter Abschluss zu unserem Festival-Erlebnis.

Am Campingplatz (Auto, Pavillon, Zelt)
Seebühne
Freibühne (2. Bühne, gegenüber der Hauptbühne)
Hauptbühne (bei Alligatoah)
Ilka ❤

Ist nach der Weiterbildung vor dem neuen Job?

Nach etwas mehr als 4 Jahren ist es wieder soweit, eine neue Suche nach dem Traumjob beginnt. Mit der Weiterbildung in der Tasche klappt es diesmal hoffentlich. Im Vergleich zur letzten Suche will ich es diesmal zunächst auf eine andere Weise versuchen. In 2020 war es sehr zeitraubend quasi für jede Bewerbung ein Anschreiben zu verfassen. Und für den Job, den ich nach ca. 10 Monaten endlich bekommen bzw. angenommen habe, hatte ich mich ohne Anschreiben beworben. Also will ich es mir jetzt einfacher machen. Auf einer Reihe von Jobportalen, bei denen ich inzwischen angemeldet bin, wird bei den Stellen teilweise eine Bewerbung nur mit Lebenslauf oder dem Profil angeboten. Bei anderen Stellen wird alternativ um eine Beschreibung seiner Motivation gebeten. Dies ist auch zu einer generellen Form der Bewerbung geworden. Also das Hinzufügen eines Motivationsschreibens, das in der Regel als sogenannte dritte Seite – nach Anschreiben und Lebenslauf – hinzugefügt wird. Auch wenn eigentlich ein Anschreiben verlangt wird, versuche ich es einfach damit, stattdessen ein Motivationsschreiben abzugeben. Wie man nachlesen kann, ist es eher ein KO, ein verlangtes Anschreiben wegzulassen. Daher mach ich das nicht bei den TOP-Stellen. Mir fällt es leichter ein solches Schreiben zu verfassen. Da man dies nicht so förmlich gestalten muss. Und ich finde, dass ich hier ausreichend auf die nötigen Punkte eingehen kann. Warum diese Stelle, warum ich, warum das Unternehmen. Ich war damals schon etwas genervt, weil ich irgendwann alle möglichen Formulierungen durchhatte, und es sich nur noch wiederholt hat. Meiner Meinung nach würden auch Stichpunkte reichen. Das drumherum Geschreibe ist eh nur Prosa. Außer vielleicht wenn man sich irgendwo bewirbt, wo Schreibkunst gefordert ist. Wie auch immer. Ich schlage den Weg mal ein, bzw. habe ihn eingeschlagen. Und wie gesagt starte ich erstmal mit weniger favorisierten Stellen, um zu testen wie die Resonanz ist. Ich habe bereits fünf Bewerbungen abgegeben, und zwei Absagen sind bisher zurückgekommen. Demnächst schreibe ich was zu den Stellen, um die es eigentlich geht …

Abschlussprüfung bestanden :)

Am 22. März, ca. vier Monate nach Beginn des Kurses im November, war es dann soweit, meine Abschlussprüfung stand an. Wie ich erwähnt hatte, hat Matthias die Termine dafür sehr flexibel vergeben. D.h. die ersten Teilnehmer haben wie ich die Prüfung direkt am Ende des Kurses gemacht, andere haben einen Termin in den Wochen danach vereinbart, und weitere haben noch keinen Termin festgelegt. Und Matthias sagte nochmal, dass es im Bedarfsfall deutlich hinausgezögert werden kann. Der Nachteil besteht nur darin, dass man seinen Abschluss, also das Zertifikat, erst entsprechend später erhält. Bevor ich zur Prüfung komme noch ein paar Worte zum Projekt, das ich hierfür bearbeitet habe.
Wie unten beschreiben habe ich ein paar Kriminalstatistiken das BKA aus 2022 analysiert. Neben den Visualisierungen bietet Power BI die Möglichkeiten in Tabellen eigene – als benutzerdefiniert bezeichnete – Spalten hinzufügen. Mit diesen können vielfältige Operationen mit den Werten der bestehenden Tabelle durchgeführt werden. In meinem Fall habe ich pro Straftat das Verhältnis zwischen der Anzahl von Tatverdächtigen und der Anzahl erfasster Fälle kategorisiert. Und zwar nach „mehr“, „weniger“ und „gleich“, bzw. habe ich bei gleich noch eine Toleranzbreite von +/- 5 % einbezogen. Daneben muss man noch die Straftaten unterscheiden, zu denen „keine Fälle“ erfasst wurden. Über eine weitere Funktion in Power BI – den Measures – kann man diese vier verschiedenen Einträge in der erzeugten Spalte jeweils aufsummieren. Die hier insgesamt 782 berücksichtigen Straftaten verteilen sich auf diese vier Kategorien wie im Bild unten gezeigt.  
Diese Zahlen habe dann den durchschnittlichen Aufklärungsraten der entsprechenden Fälle gegenübergestellt. Unten auch die Darstellung des Vergleichs dieser beiden Werte. Hieraus kann man also erkennen, dass bei den Straftaten mit weniger Tatverdächtigen als Fälle auch eine geringere Aufklärungsrate vorliegt. Was natürlich nicht überraschend ist. Mir ging es hierbei darum, das prinzipielle Vorgehen für die Erhebung solcher Kennzahlen zu zeigen. In meiner Arbeit habe ich noch eine weitere Auswertung gemacht, die unten nur als Bild gezeigt ist. Zum Nachlesen ist auch das Dokument verlinkt.
Der Ablauf der Prüfung – die wie der gesamte Kurs online stattfand – lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen. Die wesentlichen Inhalte der Arbeit habe ich in einer Präsentation vorgestellt, und anschließend hat Matthias noch Fragen zur Arbeit gestellt. Ehrlich gesagt hatte ich mich mehr auf Inhalte aus dem Kurs vorbereitet. Aber auch die Fragen zur Arbeit waren berechtigt. Leider konnte ich hier nicht ganz so souverän antworten, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber Matthias war allgemein nicht sehr streng in seiner Bewertung, er hat mir 94 von 100 Punkte gegeben. Damit kann man zufrieden sein.
Nun stellt sich die Frage, was mache ich mit dem Abschluss bzw. Zertifikat. Das möchte ich an dieser Stelle offenlassen. Mein weiteres Vorgehen wird natürlich Inhalt kommende Beiträge …

Abschlussprojekt begonnen

Diesmal will ich schon mal etwas zu meinem Abschlussprojekt für den Kurs sagen. Was auch weitere Kurs-Inhalte widerspiegelt. Ein Vorschlag für das Thema der Arbeit war die ‚Analyse eines öffentlich verfügbaren Datensatzes‘. Bei der Überlegung welcher Daten mich interessieren, ist mir das Schlagwort „Kriminalstatistik“ eingefallen. Entsprechende Datensätze sind über die Seite des BKA frei zugänglich. Es sind sogar relativ viele verschiedene Tabellen verfügbar. Für mein Projekt habe ich mir Tabellen aus der deutschlandweiten Ebene für das Jahr 2022 rausgesucht, d.h. welche zu den Straftaten, den Tatverdächtigen und den Opfern. Dann interessierte mich noch eine räumliche Verteilung, also in welchen Städten wurden welche Taten wie oft verübt. Und zuletzt ein zeitlicher Verlauf, hier Fallzahlen seit dem Jahr 1987. Wie im Letzen Beitrag beschreiben ist der erste wichtige Schritt die Datenvorverarbeitung, so auch mit diesen Datensätzen. Die Qualität der Datensätze war relativ gut, d.h. es waren wenig Korrekturen nötig. Hauptsächlich mussten jeweils führende Zeilen entfernt werden, da die Überschriften der Spalten auf mehrere Zeilen verteilt waren. In Power BI ist beim Import nur eine Zeile als Spaltenüberschrift möglich.
Ein Ziel bei der Datenanalyse ist die Darstellung von Daten, oder dem was daraus zu Lesen ist, und zwar in Form eines Berichts, wie es in Power BI genannt wird. Dieser Bericht – in anderen Tools auch als Dashboard bezeichnet – soll so aufgebaut sein, dass der Leser möglichst einfach die Inhalte und Ergebnisse der Analyse lesen kann. Dazu gibt es – wie im Letzen Beitrag beschreiben – die Visualisierungen. Auch der Output des Abschlussprojekts soll ein solcher Bericht sein. Daher will ich kurz was zu den entsprechenden Visualisierungen sagen. Inhalte von Datensätzen oder Statistiken – also nackte Zahlen – werden mit schlichten Tabellen gezeigt. Generell kann man Tabellen und Diagramme auch filtern. Z.B. lässt sich über einen Datenschnitt eine Tabelle auf einzelne Straftaten einschränken. Große Unterschiede in den Fallzahlen sind so leicht ersichtlich. Um verschiedene Werte aus der Straftaten-Tabelle besser miteinander zu vergleichen habe ich als nächstes ein Säulendiagramm gewählt. Hier wird z.B. klar, dass die Zahl aller erfassten Fälle deutlich höher ist als die der aufgeklärten Fälle. Die Verteilung von Straften auf verschiedene Städte lässt sich gut in einer Landkarte darstellen. Hier werden die Fallzahlen durch unterschiedlich große Blasen abgebildet.
Bei nächsten Mal werde ich noch auf weitere Funktionen in Power BI eingehen. Außerdem fehlt in der Arbeit noch eine tatsächliche Auswertung gewisser Teildaten und eine entsprechende Bewertung.

Die Weiterbildung: Data Analyst

Da viel Zeit vergangen ist, ist schon einiges passiert im Kurs. Daher wird’s diesmal eine eher grobe Zusammenfassung ohne sehr ins Detail zu gehen. Nachdem wir also im ersten Termin inhaltlich noch nicht viel besprochen hatten, wurde im zweiten Termin ausführlich das Thema Datenqualität behandelt, siehe Folie unten. Zu den einzelnen Punkten kann man sich vermutlich etwas vorstellen bzw. lässt es sich auch leicht recherchieren. Danach hat Matthias den Ablauf eines Datenanalyse-Prozesses erläutert. Dies ist der Fahrplan, an dem sich der Kurs inhaltlich orientieren wird. Somit haben wir kurz über den Schritt der Datenvorbereitung gesprochen, und sind dann in den schwer gewichteten Block der Datenverarbeitung eingestiegen. Dies ist ein wichtiger Schritt, da hierbei die zur Analyse herangezogenen Daten so aufbereitet werden, dass am Ende auch korrekte Ergebnisse rauskommen. Wenn z.B. Fehler nicht korrigiert werden, kann dies das Ergebnis verfälschen. Daneben dienen alle Vorgänge der Vorverarbeitung dazu, die anschließende Analyse zu vereinfachen. Also haben wir uns ausgiebig mit Datenvorverarbeitung beschäftigt, und haben uns nach dem theoretischen Teil dazu schnell der Praxis zugewendet. Als erstes Tool zur Datenvorverarbeitung und auch Visualisierung haben wir mit „Google Looker Studio“ gearbeitet. Hier haben wir im Wesentlichen gelernt Daten zu importieren, und anschließend zu bereinigen und zu transformieren. Unter Transformieren versteht u.a. Datentypen anzupassen. Um es nicht zu langweilig zu gestalten, Hat Matthias zügig auch das Erstellen von Visualisierungen gezeigt, was jeder parallel oder im Nachgang zum Unterricht selber ausprobieren sollte. Möglichkeiten der Visualisierung – also die Darstellung von Daten – gibt es eine große Menge. Klassisch sind Linien oder- Säulendiagramme, wie man sie aus Excel kennt. Excel stellt für die Datenanalyse häufig die Grundlage dar. D.h. die Daten, oder besser „Datensätze“, liegen in Form von Exceltabellen vor. Generell gibt es viele verschiedene „Datenquellen“, auch die Vorgehensweise bei der Vorverarbeitung kann umfangreich sein, und wie gesagt können viele Visualisierungen erstellt werden. Das ganze Spektrum zu erläutern würde hier zu weit führen, wie zu Beginn erwähnt.  
Das zweite und mächtigere Tool, das wir kennengelernt haben, ist „Power BI Desktop“. Es ist ähnlich zu Google Looker, hat aber noch einige Funktionalitäten mehr. Mir persönlich gefällt es auch besser, da die Bedienung einfacher ist. Hier haben wir ebenfalls die erwähnten grundlegenden Vorgänge durchgeführt, und sollten zwischen den Unterrichtseinheiten Übungen machen, um damit vertraut zu werden. Mit Power BI werde ich auf jeden Fall mein Abschlussprojekt bearbeiten. Erste Daten habe ich mir schon ausgesucht, und auch schon Visualisierungen erstellt. Mehr dazu berichte dann nächstes Mal.